Energetische Inspektion
Gesetzliche Pflicht.
Und eine Chance für Ihre Betriebskosten.
Klimaanlagen und kombinierte Klima-Lüftungsanlagen über 12 kW Kälteleistung müssen regelmäßig energetisch inspiziert werden (§§ 74–78 GModG), ab 2027 über 70 kW alle fünf Jahre. Wir führen die Inspektion durch, registrieren den Bericht und zeigen, wo Ihre Anlage Energie verschenkt.

- Pflicht über
- 12 kW Kälte
- Bis 70 kW
- alle 10 Jahre
- Ab 2027 über 70 kW
- alle 5 Jahre
- Nachweis
- DIBt-Register
Wen die Pflicht trifft.
Und wen nicht.
Das Gebäudemodernisierungsgesetz (bis Juli 2026 Gebäudeenergiegesetz) verpflichtet Betreiber von Klimaanlagen und kombinierten Klima-Lüftungsanlagen mit mehr als 12 kW Nennleistung für den Kältebedarf. Ab 1. Januar 2027 gilt das auch für reine Lüftungsanlagen über 70 kW. Die Pflicht besteht seit 2013, wird aber in der Praxis selten eingelöst. Sie gilt für Anlagen in allen Gebäuden; Wohngebäude sind nur befreit, wenn eine elektronische Effizienzüberwachung mit Regelungsfunktion vorhanden ist (§ 74 Abs. 4 GModG). In der Praxis betrifft sie vor allem Nichtwohngebäude. Prozess- und Produktionskälte fällt nicht darunter, weil sie keine Klimaanlage im Sinne des Gesetzes ist.
Wie sich die Pflicht zur Dichtheitsprüfung nach F-Gas-Verordnung davon unterscheidet, erklären wir in den Fragen unten.
Bürogebäude und Verwaltung
Zentrale Klimaanlagen und RLT-Geräte mit Kühlfunktion, oft seit Jahren im Betrieb und nie energetisch bewertet.
Handel und Dienstleistung
Klimatisierte Verkaufsflächen, Praxen, Hotels oder Gastronomie, sobald die Kälteleistung der Anlage 12 kW überschreitet.
Öffentliche Gebäude
Schulen, Kliniken und Verwaltungsbauten, bei denen Behörden den registrierten Inspektionsbericht anfordern können.
Betreiber mit vielen Anlagen
Wer mehr als zehn gleichartige Anlagen zwischen 12 und 70 kW in vergleichbaren, nach demselben Plan errichteten Nichtwohngebäuden betreibt, kann die Pflicht per Stichprobe erfüllen (§ 74 Abs. 2 GModG).
Was bei der Inspektion
geprüft wird.
Arbeitsgrundlage ist die DIN SPEC 15240, für Anlagen über 70 kW ist sie ab 2027 gesetzlich vorgeschrieben. Sie legt fest, welche Komponenten bewertet werden und wie daraus Energiekennwerte und ein Label für die Anlage entstehen.
- Gebäude- und Zonenparameter, Kühllastberechnung und Abgleich der installierten mit der tatsächlich benötigten Kälteleistung
- Eingestellte Klima- und Behaglichkeitsparameter, Betriebszeiten und Regelstrategien an der Gebäudeleittechnik
- Inspektion des RLT-Geräts: Behandlungsfunktionen, Messungen, Dichtheit des Luftleitungsnetzes
- Kälteerzeuger und Rückkühler: Wartungs- und Hygienezustand, Typenschildleistung
- Bestandsaufnahme der Kaltwasser- und Kühlwasserverteilung
- Energiekennwerte für Raumlufttechnik, Kälteerzeugung und Kälteträgerverteilung nach DIN SPEC 15240
- Beurteilung des Gesamtkonzepts mit konkreten Vorschlägen zur Verbesserung der energetischen Qualität
Das Ergebnis ist ein Inspektionsbericht mit Handlungsempfehlungen. Er wird beim Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) registriert und erhält eine Registriernummer, die Behörden auf Nachfrage vorgelegt werden kann.
So läuft die
Inspektion ab.
Anlagendaten klären
Sie nennen uns Gebäude, Anlagentyp, Kälteleistung und Baujahr. Wir prüfen, ob und wann die Inspektionspflicht greift.
Vor-Ort-Termin
Datenaufnahme, Messungen und Fotodokumentation an RLT-Gerät, Kälteerzeuger und Verteilung. Der laufende Betrieb wird nicht unterbrochen.
Bericht und Registrierung
Sie erhalten den Inspektionsbericht mit Handlungsempfehlungen. Der Bericht wird beim Deutschen Institut für Bautechnik registriert.

Berechtigte Person
nach § 77 GModG.
Torsten Lehmkuhl, Kälteanlagenbaumeister und Geschäftsführer, ist für die energetische Inspektion nach GModG qualifiziert und führt sie persönlich durch.
Torsten Lehmkuhl
Geschäftsführer · Kälteanlagenbaumeister
Kontakt aufnehmenHäufige Fragen zur
energetischen Inspektion.
Wer ist zur energetischen Inspektion verpflichtet?
Nach § 74 GModG der Betreiber jeder in ein Gebäude eingebauten Klimaanlage oder kombinierten Klima-Lüftungsanlage mit mehr als 12 kW Nennleistung für den Kältebedarf. Ab 1. Januar 2027 kommen reine Lüftungsanlagen mit mehr als 70 kW Nennleistung dazu. Bei Nichtwohngebäuden entfällt die Pflicht mit Gebäudeautomation nach § 56 GModG, bei Energieleistungsverträgen oder bei systemseitiger Effizienzüberwachung durch ein Versorgungsunternehmen. Bei Wohngebäuden entfällt sie mit einer elektronischen Effizienzüberwachung samt Regelungsfunktion.
Wie oft muss inspiziert werden?
Bis 70 kW erstmals im zehnten Jahr nach Inbetriebnahme oder nach Erneuerung wesentlicher Bauteile, danach alle zehn Jahre (§ 76 GModG). Ab 1. Januar 2027 gilt für Anlagen über 70 kW ein kürzerer Takt: erstmals im fünften Jahr, danach alle fünf Jahre. Klimaanlagen über 12 kW, die am 1. Oktober 2023 älter als zehn Jahre waren, müssen bis Ende 2028 erstmals inspiziert sein. Für Lüftungsanlagen über 70 kW gilt eine Staffel nach Alter: Anlagen über 20 Jahre müssen innerhalb von zwei Jahren ab 2027 geprüft sein, über 12 Jahre innerhalb von vier, jüngere ab vier Jahren innerhalb von sechs Jahren.
Ist das dasselbe wie die Dichtheitsprüfung?
Nein. Die Dichtheitsprüfung nach F-Gas-Verordnung betrifft den Kältemittelkreislauf und läuft in kürzeren Intervallen. Die energetische Inspektion bewertet die Effizienz der gesamten Klima- und Lüftungsanlage im Gebäude. Ab 2027 greifen beide ineinander: Was bei der Prüfung nach F-Gas-Verordnung schon kontrolliert wurde, wird in die Inspektion übernommen und nicht doppelt geprüft (§ 75 Abs. 5 GModG). Prozess- und Produktionskälte ist von der Inspektion nicht erfasst.
Wer darf die Inspektion durchführen?
Nur berechtigte Personen nach § 77 GModG, zum Beispiel Handwerksmeister oder staatlich geprüfte Techniker der Fachrichtungen Kälte, Klima, Raumlufttechnik oder Technische Gebäudeausrüstung. Bei Funke Klimatechnik ist Torsten Lehmkuhl, Kälteanlagenbaumeister und Geschäftsführer, dafür qualifiziert.
Was ändert sich ab 2027?
Das Gebäudeenergiegesetz heißt seit Juli 2026 Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Zum 1. Januar 2027 wird die Inspektion strenger. Anlagen über 70 kW kommen alle fünf statt alle zehn Jahre an die Reihe und werden nach DIN SPEC 15240 geprüft. Reine Lüftungsanlagen über 70 kW sind erstmals dabei. Für ältere Klimaanlagen gilt eine neue Nachholfrist bis Ende 2028. Wer eine große RLT- oder Klimaanlage betreibt, sollte den Termin jetzt einplanen.
Was bringt der Bericht außer dem Nachweis?
Der Bericht zeigt, ob die Anlage zum tatsächlichen Kühlbedarf passt und wo Regelung, Betriebszeiten oder Komponenten Energie verschwenden. Viele Empfehlungen lassen sich mit geringem Aufwand umsetzen und senken die Betriebskosten direkt.
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